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Freihandelsabkommen mit Indonesien

Der Kon­sum von Palmöl führt immer wie­der zu Abhol­zun­gen von Regen­wäl­dern und zur Errich­tung von Mono­kul­tu­ren. Eine För­de­rung des Han­dels mit die­sem Pro­dukt macht des­halb kei­nen Sinn.

Das umfas­sende Frei­han­dels­ab­kom­men (CEPA) zwi­schen den EFTA-Staaten (inkl. Schweiz) und Indo­ne­sien ver­sucht die­sem Umstand Rech­nung zu tra­gen. So wird die Reduk­tion der Ein­fuhr­zölle mit dem Abkom­men erst­mals an öko­lo­gi­sche Bedin­gun­gen geknüpft, um so inter­na­tio­nal ein Signal für die Bemü­hun­gen um eine nach­hal­ti­gere Palmöl­pro­duk­tion

Der Kon­sum von Palmöl wird sich durch das Abkom­men wohl nicht wesent­lich ver­än­dern. Es kann jedoch eine Chance sein, die nach­hal­tige Pro­duk­tion zu för­dern. Was das Qua­li­täts­la­bel wirk­lich wert ist, wird aller­dings erst die Erfah­rung mit dem Ver­trag zei­gen. Mei­ner Mei­nung nach ist es einen Ver­such wert.

Die Mehr­heit der EVP-Delegierten lehnt das Abkom­men jedoch ab. Die Kontroll- und Sank­ti­ons­mög­lich­kei­ten bei Regel­ver­stös­sen gegen Men­schen­rechte und Umwelt­schutz wer­den als unge­nü­gend beur­teilt.

Mar­kus Wen­ger, Gross­rat, Spiez