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Gesetz über Handel und Gewerbe: EVP lobt und tadelt den Regierungsrat

Die EVP begrüsst es, dass der Regie­rungs­rat die beste­hende Geset­zes­lü­cke bezüg­lich E-Zigaretten und andere neue Pro­dukte schlies­sen und so den kla­ren Auf­trag des Gros­sen Rates so rasch wie mög­lich umset­zen will. Die im Gesetz vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen zu den Laden­öff­nungs­zei­ten lehnt die EVP dage­gen ent­schie­den ab. Es ent­spricht nicht den demo­kra­ti­schen Abläu­fen und Spiel­re­geln, wenn die For­de­run­gen einer im Gros­sen Rat ein­ge­reich­ten Motion in ein neues Gesetz geschrie­ben wer­den, bevor das Par­la­ment dazu Stel­lung bezo­gen hat. Damit nimmt der Regie­rungs­rat eine Ver­zö­ge­rung der drin­gend nöti­gen Geset­zesan­pas­sun­gen für E-Zigaretten und andere neue Pro­dukte in Kauf, denn ein Refe­ren­dum gegen die umstrit­tene Aus­wei­tung der Laden­öff­nungs­zei­ten ist so sicher wie das Amen in der Kir­che.

Die EVP befür­wor­tet die umfas­sende Aus­wei­tung der Regeln im Gesetz über Han­del und Gewerbe betref­fend Tabak­wer­bung und -abgabe auf alle Tabak­pro­dukte, pflanz­li­chen Rauch­pro­dukte und elek­tro­ni­sche Ziga­ret­ten. Wei­test­ge­hende Wer­be­ein­schrän­kun­gen sind unbe­dingt nötig, um den Ein­stieg von Kin­dern und Jugend­li­chen in den oft krank­ma­chen­den und in vie­len Fäl­len töd­lich enden­den Kon­sum zu ver­hin­dern. Auch das gene­relle Min­dest­ab­ga­be­al­ter von 18 Jah­ren leis­tet dies­be­züg­lich einen wich­ti­gen prä­ven­ti­ven Bei­trag. Die EVP befür­wor­tet eben­falls die vor­ge­schla­gene Aus­wei­tung des Pas­siv­rauch­schut­zes auf den «Pas­siv­kon­sum von erhitz­ten Tabak­pro­duk­ten und elek­tro­ni­schen Ziga­ret­ten» als wich­ti­gen Bei­trag zum Jugend­schutz und zum Gesund­heits­schutz der Bevöl­ke­rung ins­ge­samt.

Mit gros­sem Befrem­den nimmt die EVP dage­gen die vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen der Laden­öff­nungs­zei­ten (neu vier statt zwei bewil­li­gungs­freie Sonn­tags­ver­käufe und Aus­wei­tung der Laden­öff­nungs­zei­ten an Wochen­en­den und vor Fei­er­ta­gen) zur Kennt­nis. Die For­de­run­gen einer im Gros­sen Rat ein­ge­reich­ten Motion in ein Gesetz zu schrei­ben, bevor das Par­la­ment dazu Stel­lung bezo­gen hat, ent­spricht nicht den demo­kra­ti­schen Abläu­fen und Spiel­re­geln.

Mit die­sem Vor­ge­hen setzt sich die Volks­wirt­schafts­di­rek­tion dem Ver­dacht aus, die drin­gendst nöti­gen Anpas­sun­gen für E-Zigaretten und andere neue Pro­dukte ver­zö­gern zu wol­len. Denn es scheint so klar wie das Amen in der Kir­che, dass gegen die Libe­ra­li­sie­rung der Laden­öff­nungs­zei­ten das Refe­ren­dum ergrif­fen wer­den wird. Dadurch würde sich die Ein­füh­rung der unbe­strit­te­nen Geset­zes­än­de­run­gen, die nament­lich dem Jugend­schutz und dem Gesund­heits­schutz die­nen, mas­siv ver­zö­gern. Für die EVP ist die­ses Vor­ge­hen nicht akzep­ta­bel und wir for­dern den Regie­rungs­rat auf, dar­auf zu ver­zich­ten.


Kon­takt:
Ruedi Löf­fel, Gross­rat, Urhe­ber des Vor­stos­ses zur Geset­zes­än­de­rung, Prä­ven­ti­ons­fach­mann, 031 398 14 52