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Präventives Terrorismusgesetz gegen Gefährder

Mit dem Bun­des­ge­setz über poli­zei­li­che Mass­nah­men zur Bekämp­fung von Ter­ro­ris­mus (PMT) soll die Poli­zei gegen­über Per­so­nen, von denen eine ter­ro­ris­ti­sche Gefähr­dung aus­geht, prä­ven­tive Mass­nah­men ergrei­fen kön­nen. Diese kom­men zum Zug, wenn das Straf­recht noch nicht greift, weil keine straf­bare Hand­lung vor­liegt.

Den soge­nann­ten Gefähr­de­rin­nen und Gefähr­dern kann das Bun­des­amt für Poli­zei (Fed­pol) Melde- und Gesprächs­teil­nah­me­pflich­ten, Kontakt- und Rayon­ver­bote, Haus­ar­rest oder Aus­rei­se­ver­bote auf­er­le­gen. Diese Mass­nah­men dür­fen aber nur sub­si­diär ange­wen­det wer­den, näm­lich nur dann, wenn die Gefahr nicht mit the­ra­peu­ti­schen, inte­gra­ti­ven oder ande­ren Mass­nah­men abge­wen­det wer­den kann. Damit wer­den Lücken für ein umfas­sen­des Abwehr­dis­po­si­tiv gegen Ter­ro­ris­mus geschlos­sen.

Gegen das neue Gesetz ergrif­fen die jun­gen Grün­li­be­ra­len, die JUSO, die jun­gen Grü­nen und wei­tere das Refe­ren­dum, weil es die Grund- und Men­schen­rechte beschränke. Auch sind die Rechte der Kin­der davon betrof­fen, weil prä­ven­tive Mass­nah­men wie Kontakt- oder Rayon­ver­bote schon gegen 12-Jährige ange­ord­net wer­den kön­nen. Haus­ar­rest ist ab 15 Jah­ren mög­lich.

Die Dele­gier­ten­ver­samm­lung der EVP Schweiz hat dem Gesetz mit 59 zu 30 Stim­men zuge­stimmt. Die EVP Kan­ton Bern schloss sich die­ser Parole an.

Bar­bara Streit-Stettler, Gross­rä­tin, Bern